Das Schauspielhaus

Das Städtische Schauspielhaus auf der Theaterstraße

Die Geschichte des Theaters in Chemnitz ist schon sehr alt. Im Mittelalter zog fahrendes Volk durchs Land und spielte auf improvisierten Bühnen in den Städten Theater. Später in Chemnitz wurde dazu das Gewandhaus als feste Stätte genutzt. Darüber hinaus gab es einige Spielstätten - wie zum Bsp. in der "Goldene Sonne" auf dem Sonnenberg - die jedoch nicht von Dauer waren. Bald reifte der Gedanke, eine neue feste Spielstätte - ein Stadttheater - zu installieren. Dazu wurde 1836 eine Theateraktiengesellschaft mit damals 33.000 Talern Kapital gegründet.

Nach den Plänen des Architekten Heinig wurde 1837 das "Neue Stadttheater" errichtet, daß schon am 7. Februar 1838 eingeweiht werden konnte. Sein Platz befand sich auf der heutigen Theaterstraße, wo vorher die alte Stadtbefestigung und die Gräben verliefen.


kolorierte Postkarte von 1906

Der schlichte aber stilvolle Bau fasste damals im Inneren etwa 1.000 Zuschauer.

1862 erwarb die Stadt das Theater. Das Gebäude wurde umgebaut. Der Kauf und der Umbau kosteten der Stadt damals knappe 132.000 Taler - eine stolze Summe. Nach und nach wurde das Haus erweitert und auch im Inneren den jeweiligen Sicherheitsstandards angepasst.


Aufnahme um 1910


Die Front des Theaters nach dem Umbau von 1924


Zeitlicher Abriss
1836 Aktiengesellschaft
1837 Bau
1838 Einweihung
1862 Kauf durch die Stadt
1924 Rekonstruktion
1945 Zerstörung

Wo finde ich Spuren?
Das Schaupsielhaus existiert heute leider nicht mehr. Es befand sich in etwa dort, wo heute die Theaterstraße und die Innere Klosterstraße sich treffen.