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Bochmanns Ballhaus war eine - leider seit kurzem nicht mehr existierende -
Größe im Chemnitzer Unterhaltungs- und Gaststättenbetrieb. Bis vor einiger
Zeit noch als modernes Tanzlokal an der Leipziger Straße im
Stadtteil Borna existent, beginnt die Geschichte des Etablissements
vor rund 130 Jahren an der Frankenberger Straße.
An der Frankenberger Straße gab es seit etwa 1876 bereits eine Restauration namens "Gast- und Ballhaus Neuhilbersdorf", die 1879 von Gustav Adolf Bochmann erworben wurde. Das Etablissement existierte als kleines Lokal bis zur Jahrhundertwende. 1900 jedoch wurde eine umfangreiche Konzession erteilt, die alle Betätigungen vom Branntweinausschank über Tanzveranstaltungen bis hin zur Vorträgen und kleinen Theaterveranstaltungen reichte. Damit wurde Bochmanns Ballhaus zu einer festen Veranstaltungsgröße in Chemnitz. Nach den amüsierfreudigen Hochzeiten in den zwanziger und dreißiger Jahren waren die besten Jahre mit Kriegsbeginn vorbei. Durch verfehlte Wirtschaftspolitik erwirtschaftete das Ballhaus zu DDR-Zeiten keine solchen Umsätze mehr, die für eine Instandhaltung des Gebäudes notwendig gewesen wären, was zu einem langsamen Verfall führte. Der letzte Wirt setzte in den Wendejahren auf zweifelhafte Geschäftsideen, die mit seinem Untertauchen endeten. Seit dieser Zeit ist das Haus geschlossen. |
Zeitlicher Abriss
1876 Restaurant
1879 Kauf durch Bochmann 1900 Konzession 1989 Schließung Wo finde ich Spuren?
Im Stadtteil Hilbersdorf, in der Frankenberger Straße 31
harrt das Gebäude der Dinge, die da vielleicht noch kommen werden.
Weiterführende Links
Quellen und
Buchempfehlungen
Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins, Sonderheft Chemnitz-Hilbersdorf und der Zeisigwald"
Hrsg. vom Chemnitzer Geschichtsverein e.V. in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Hilbersdorf
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