Das Kriegerdenkmal
Historisches Chemnitz - Kriegerdenkmal
Zur Erinnerung an die Chemnitzer Gefallenen des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 wurde das Siegesdenkmal auf der Promenade zwischen dem Alten Stadttheater und der Stadtbücherrei errichtet. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 2.September 1873 statt und nach zwei Jahren am selben Tage konnte das Kriegerdenkmal enthüllt werden.


Beschreibung
Auf der Spitze einer ionischen Säule stand die Siegesgötting Viktoria (des Bildhauers Händler) mit Palme und Loorberkranz. In der Mitte der Säule befanden sich Bildnisse von Kaiser Wilhelms, König Alberts von Sachsen, Bismarcks und Moltkes. Von dort an aufwärts war ein Band gewunden, auf denen siegreiche Schlachten und Kämpfe verzeichnet waren. Der von Loorber-, Eichen- und Efeukränzen umrankte Unterbau mit vier Altären bestückt, auf denen die 47 Namen der Gefallenen des 106.Regiments befanden. Insgesamt hatte das Denkmal eine Höhe von etwa 8 Metern und wurde neben Pirnaischen Sandstein aus Metall gefertigt, das aus französischen Geschützen gewonnen wurde.
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Das Ende
Nach dem Kriege sollten die "dem früheren preußisch-deutschen Militarismus gewidmeten Wahrzeichen" verschwinden. Das war sicher bei reinen nationalsozialistischen Denkmälern kein Problem, traf aber bei Denkmälern, wie dem Kriegerdenkmal oder etwa dem Körnerdenkmal auf Widerstand. So gab es deutliche Differenzen zwischen der von der sowjetischen Administration angefertigten Liste mit 36 betreffenden Objekten und der Liste der Stadtverwaltung mit nur 19 Objekten. Das Kriegerdenkmal hätte wohl diese "Bilderstürmerei" überlebt. Jedoch machte die "Freie Deutsche Jugend" (FDJ) gegen dieses Denkmal mobil und protestierte am 7. September 1947 gegen den Erhalt des Denkmals. Nur einige Tage später - in der Nacht vom 26. zum 27. September 1947 wurde die Säule "durch unbekannte Täter umgeworfen" und zerstört.
Zeitlicher Abriss
1873 Grundsteinlegung
1875 Enthüllung
1947 Zerstörung


Wo finde ich Spuren?


www.Historisches-Chemnitz.de